Tuning der Lenz 64 295 (Teil 4) - BR64 - Die Baureihe 64

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Tuning der Lenz 64 295 (Teil 4)

Modellbau > Lenz Baureihe 64 (Spur Null)
Lokschilder

Modellbau, Text: Carsten Heidtke
Fotos: Ralf Winkler, Carsten Heidtke

Wie bei Großserienmodellen üblich, sind alle Schilder nur aufgedruckt, also z.B. die Ordnungsnummer und Heimatadressen am Führerhaus. Dazu wurde die Ordnungsnummer an der Rauchkammertür als separates dickes Steckteil mit aufgedruckter Nummer ausgeführt. Außerdem wurde an der Rauchkammertür das Kabel zum oberen Spitzenlicht angegossen. Dieses wurde von mir ebenfalls entfernt und durch eine 0,3 mm Leitung aus Draht veredelt. Die Nummernschilder stammen wieder von Petau. Die Makroaufnahme offenbart noch feine Schleifspuren, die aber im Normalfall nicht mehr auffallen und spätestens nach einer Patinierung weg sind.


Hier das Original:

Aufgenommen 2013 von Ralf Winkler im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg.

Herr Petau war so nett, auf meine Bitte hin ein neues Fabrikationsschild zu entwerfen. Das alte silbrig aufgedruckte Schild konnte nicht wirklich überzeugen. Das neue rot-silberne Schild schon. (Edit: Mittlerweile hat sich herausgestellt, dass das silbrige Schild vorbildgerecht gewesen ist. Dann aber messingfarben. Siehe hier.) Auch hier wieder Vorher-Nachher-Fotos:

Rauchkammersattel

Ein Lieblingsthema unter 3 Bubikopf-Tunern. ;-)

Auf dem Rauchkammersattel ruht im vorderen Bereich der Kessel der Dampflok. In diesem Sattel verlaufen mehrere Rohre. Daraus resultierend muss das Wartungspersonal zwischendurch immer mal wieder an die Rohre gelangen. Dazu sind große Löcher an allen vier Seiten eingebracht worden.

So weit, so gut.

Wer nun Fotos von Dampfloks generell (sieht man auch bei einer BR50 und anderen) und Fotos von den 64ern untereinander vergleicht, findet mehrere Lösungen. Teils hat man sich um die Löcher überhaupt nicht geschert und die Bereiche einfach offen gelassen. Siehe folgendes Foto der 64 415:


64 415 in Beekbergen, aufgenommen 2013 von Carsten Heidtke

Das Loch ist offen, aber es kommt auch kein Rohr nach vorn in Richtung Pufferbohle heraus. Ganz anders ein Foto, welches Ralf für mich von der 64 295 aufgenommen hat:


64 295 aufgenommen 2013 im DDM in Neuenmarkt-Wirsberg durch ©Ralf Winkler

Hier sieht man, dass zum einen ein normales Blech das Loch abdeckt und zum anderen, dass dort ein Rohr diagonal nach unten verläuft. Über letzteres gab es wilde Spekulationen, ob es sich um ein Schutzrohr für Kabel oder um die Bremsdruckleitung handeln würde. Letzteres war nach folgendem Bild zweifelsfrei festgestellt.

Ebenfalls die 64 295, aufgenommen 2013 in Neuenmarkt-Wirsberg. ©Ralf Winkler

Also verzweigt die Druckluftleitung unten im Rahmen mittels Y-Rohrstück jeweils nach links und rechts an der Pufferbohle. Dieses besondere Merkmal wollte ich auch nachbilden, hatte aber die Idee schon umgesetzt, bevor die beiden letzten Fotos kamen. Folge: Annahme richtig, aber gerade und nicht diagonal von mir ausgeführt: (Edit 11.12.2013: Jetzt in vorbildlicher diagonaler Ausrichtung montiert.)


(Anmerkung: Ausführung als Klappe gab es auch noch.)

Ablaufstutzen Rauchkammer

Wer das letzte Foto aufmerksam studiert hat, dem wird das Messingteil unterhalb der Rauchkammer aufgefallen sein. ;-) Der Ablaufstutzen fehlt im Modell ebenfalls und lässt sich dank Bauer Modellbau als Messinggussteil samt Kette nachrüsten. Ein 1-1,2 mm Loch und etwas Kleber reicht.

Schlabberrohr des Injektors

Was hat er denn jetzt wieder? :-)

Der so genannte Injektor besitzt ein Rohr, über welches Wasser und bei defektem Ventil auch schon mal Dampf ausströmt. Dieses so genannte Schlabberrohr sitzt aber markant unterhalb des Umlaufs auf der Heizerseite direkt vor dem Druckluftkessel.

Hier in voller Pracht:

64 415 im Jahre 2013, aufgenommen in Beekbergen von Carsten Heidtke

Ein solches freistehendes Teil ist in Großserie auch eher schwierig zu realisieren. Also ran ans Werk. Ein 1 mm starker Messingdraht bildet die Basis und wird so gebogen, dass eine Auflage zum Kleben an der Unterseite des Führerhausbodens möglich ist.


Ankleben und lackieren:

Weiter geht es im fünften Teil.

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü